Pressemitteilung des Konsortium Ziviler Friedensdienst: Flucht. Gewalt vorbeugen, Zusammenleben fördern, Rückkehr erleichtern

Broschüre über die Arbeit des Zivilen Friedensdienstes zu Flucht erschienen
Bonn, 31.01.2017. Flucht ist auch Anfang 2017 ein Thema, das die Menschen bewegt. Wenn wir die Herausforderungen und Konflikte, die damit einher gehen, friedlich bewältigen wollen, müssen wir uns gewaltfrei und konstruktiv engagieren. Für diese Überzeugung steht der Zivile Friedensdienst, der in einer neuen Broschüre zeigt, wie zivile Friedensarbeit die Auswirkungen von Flucht- und Migrationsbewegungen mildert und Frieden fördert.

„Unsere Erfahrungen aus dem Zivilen Friedensdienst zeigen, dass zivile Konfliktbearbeitung Menschen vom Weg der Gewalt abbringt“, sagt Martin Vehrenberg, Sprecher des Konsortiums Ziviler Friedensdienst. „Mit unseren einheimischen Partnern fördern wir den Frieden vor Ort, damit Menschen ihre Heimat nicht unfreiwillig verlassen müssen. Wenn sie dennoch fliehen müssen, helfen wir dabei, die Folgen für alle Beteiligten mit zivilen und gewaltfreien Mitteln zu mildern und weitere Gewalt zu verhindern. Nur so erreichen wir langfristig ein friedliches Zusammenleben.“

Zivile Konfliktbearbeitung beugt Gewalt vor, entschärft Konflikte auf dem Fluchtweg, fördert Frieden im Zusammenleben zwischen Geflüchteten und der Aufnahmegesellschaft und erleichtert Menschen die Rückkehr in die Heimat. Das zeigt die neue Broschüre des Zivilen Friedensdienstes mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis: Im Südsudan werden Menschen gestärkt, die einer von Gewalt geprägten Gesellschaft unermüdlich friedliche Alternativen entgegen halten. In Mexiko setzen sich einheimische Initiativen gewaltfrei für die Rechte von Migrantinnen und Migranten auf ihrem Fluchtweg ein. Im Libanon bauen ZFD-Fachkräfte Spannungen zwischen syrischen Geflüchteten und der libanesischen Bevölkerung ab, und in Burundi verhandeln Friedenskomitees erfolgreich Landkonflikte, die bei der Rückkehr von Geflüchteten auftreten.
Die Broschüre „Flucht. Gewalt vorbeugen, Zusammenleben fördern, Rückkehr erleichtern“ ist Ende Januar 2017 erschienen. Sie kann kostenfrei herunter geladen und als gedruckte Broschüre bestellt werden:
https://www.ziviler-friedensdienst.org/de/material/zfd-broschure-flucht

Über den ZFD:
Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung in Krisen- und Konfliktregionen. Er setzt sich für eine Welt ein, in der Konflikte ohne Gewalt geregelt werden. Neun deutsche Friedens- und Entwicklungsorganisationen führen den ZFD gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen durch. Der ZFD wird von der Bundesregierung gefördert. Fachkräfte des ZFD unterstützen Menschen vor Ort langfristig in ihrem Engagement für Dialog, Menschenrechte und Frieden. Aktuell arbeiten mehr als 300 internationale ZFD-Fachkräfte in 43 Ländern.

Weitere Informationen: www.ziviler-friedensdienst.org.
Kontakt:
Öffentlichkeitsarbeit des Konsortiums ZFD
Martina Rieken: Tel: 0228-24 999 18; Mail: rieken [aet] ziviler-friedensdienst.org

Anhang: