Heidelberger Gespräch 2021: „Gemeinsames Haus Europa“

Wir möchten Euch hiermit herzlich einladen zum Heidelberger Gespräch 2020 am 10./11. März von 13.30 Uhr bis 13.30 Uhr bei der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST), Heidelberg, Schmeilweg 5. Die gemeinsame Tagung von AGDF und FEST dient dem Austausch zwischen Friedensforschung und Friedenspraxis. Dieses Mal werden wir uns mit Europa befassen - aus Perspektiven, die über die Europäische Union deutlich hinausreichen.

Das Bild Europas als eines gemeinsamen Hauses ist nicht vorstellbar ohne Erfahrungen von Versöhnung zwischen ehemaligen Gegnern, von erfüllenden Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Nationen, Kulturen, Religionen, von Prozessen der politischen Einigung, von demokratischen Entwicklungen und der Durchsetzung der Menschenrechte. Europas Vielfalt ist eine verbindende, bereichernde Kraft.
In der Tagung werden wir zum einen aus der Perspektive der OSZE hören, wie sich Europa nach 1990 entwickelt hat und wo es heute friedenspolitisch steht.

Dieser Vortrag wird durch eine jüngere Person aus der Perspektive der zivilgesellschaftlichen Friedensarbeit kommentiert. Zum anderen fragen wir nach unserem eigenen Beitrag zu dem gemeinsamen Haus: Was tragen wir zur Versöhnung bei; wie gestalten wir Partnerschaften über die Grenzen hinweg; wie leben wir Verständigung; welche Ziele haben unsere Friedens- und unsere Lobbyarbeit?
Drei Arbeitsgruppen nehmen Themen auf, die in der konkreten Arbeit der AGDF-Mitgliedsorganisationen wichtig sind und Länder betreffen, in denen Programme durchgeführt werden.

• „Russland und Europa – konfliktbeladen und doch aufeinander angewiesen“: auf der Grundlage einer Analyse des heutigen Verhältnisses zwischen beiden Mächten sollen unterschiedliche Sichtweisen auf Russland und seinen Umgang mit Staat, Gesellschaft und Kirchen diskutiert werden. Welche Handlungsoptionen ergeben sich für deutsche Friedensorganisationen?

• „Versuche, (Miss-)Erfolge und Strategien in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens“: in Verbindung mit einem Austausch unserer Erfahrungen und Analysen geht es um Erwartungen und Bedürfnisse unserer Partner*innen in der Region. Welche politische Verantwortung haben wir in Bezug auf die Rolle der EU in der Region? Wie engagieren wir uns jenseits des Schengen-Raumes? Wie unterstützen wir zivilgesellschaftliches Engagement in Südosteuropa?

• „Europäische Union – junges Friedensprojekt oder gebündelter Egoismus alter Nationen“: der Wille zu einer europäischen Friedensordnung führte zu einer EU, die ökonomische Macht bündelt und vertritt. Gegen den Gedanken einer europäischen Solidarität stehen heute autoritäre Nationalismen, neuer Patriotismus und Tendenzen der Entdemokratisierung. Was ist nötig, damit die EU ein zukunftsfähiges Friedensprojekt werden kann? Welchen Beitrag leisten wir als nichtstaatliche Friedens- und Menschenrechtsorganisationen zu zivilgesellschaftlichen und politischen Gegenstrategien?

Mit Impulsen (u.a.) junger Menschen werden die Arbeitsgruppen beginnen. Sie behandeln ebenfalls Aspekte der Verantwortung der Religionen und Kirchen für den Frieden in Europa, und sie stellen die grundsätzliche Frage nach militärischer Gewalt und der Option gewaltfreier, ziviler Konfliktbearbeitung in den jeweiligen Kontexten.
Die Tagung ist als Präsenzveranstaltung geplant. Die Räumlichkeiten und die Unterbringung werden entsprechend den im März 2021 in Heidelberg geltenden Vorschriften und Empfehlungen ausgewählt.
Die Teilnahme am Heidelberger Gespräch ist unentgeltlich. Die Kosten für die Unterkunft in der Jugendherberge Heidelberg (mit Frühstück) übernimmt für Teilnehmende ihrer Mitgliedsorganisationen die AGDF. Wer eine teurere Unterkunft wählt, muss den Differenzbetrag selbst übernehmen. Kosten für Reise und Transfer von und zur FEST müssen grundsätzlich selbst getragen werden. Im Bedarfsfall können Reisekosten erstattet werden und wir können uns um eine Kinderbetreuung bemühen. Bitte kommt in diesen Fällen auf die Geschäftsstelle zu.

Ein Revers (siehe Anhang; letzte Seite) mit den verbindlichen Anmeldungen muss bis zum 20. November 2020 an die AGDF Geschäftsstelle zurückgeschickt werden, da bei der Stornierung von Unterkünften evtl. Ausfallgelder zu zahlen sind. Im Falle von Absagen oder des Nichterscheinens müssen wir etwaige Stornogebühren der Jugendherberge weiter berechnen. Wichtig ist die Anmeldung auch für die Planung der Mahlzeiten, bitte genau angeben, an welchen Mahlzeiten Sie/ ihr teilnehmen möchten /möchtet.

Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen und eine rege Teilnahme!
Für das Vorbereitungsteam (Christine Busch, Johannes Frühbauer, Ullrich Hahn, Antje Heider-Rottwilm, Jan Gildemeister, Eva Willkomm)
 

Anhang: 

Veranstaltungsinformationen

Datum: 

10.03.2021 - 13:30